Verpackungen & Poster
Auswahl der Produkte
Zum Schluss widmete ich mich den Verpackungen jener Produkte, die wir im Laden und über die Abos anbieten.
Da die Auswahl aller möglichen Produkte den Rahmen gesprengt hätte, habe ich mich entschieden, exemplarisch folgende Verpackungen zu gestalten:
- Einen Eierkarton für 10 Eier
- Die Etikette eines Wollknäuels
- Eine Milchflasche
- Zwei unterschiedlich grosse Stofftaschen für Gemüse, Früchte und andere Produkte
Recherche zu Verpackungsarten
Zuerst habe ich recherchiert, welche Verpackungsformen und -materialien am besten zu meinem Konzept passen:
Für die Milch entschied ich mich für eine Glasflasche, da sie mehrfach verwendet werden kann. Als Referenz für Format und Etikettendimension diente mir die Bio-Milch-Flasche von Coop.
Für die Eier habe ich eine klassische Kartonverpackung gewählt – robust, langlebig und gut wiederverwendbar.
Bei der Wolle orientierte ich mich an Etiketten aus meiner Restwollsammlung. Ich entschied mich für eine Kartonetikette, wie sie meist um Wollknäuel gewickelt wird.
Für die Stofftaschen habe ich eine längere Online-Recherche gemacht, Formen und Materialien verglichen und mich dann für zwei Grössen aus Fairtrade-Baumwolle entschieden.
Gestaltung der Etiketten
Mir war wichtig, die Modularität meiner Illustrationen zu zeigen und diese visuell in den Vordergrund zu rücken.
Während des gesamten Prozesses habe ich meine Etiketten laufend ausgedruckt, ausgeschnitten und auf reale Verpackungen aufgeklebt, um sie direkt zu testen.
Ich begann mit dem Eierkarton:
Zuerst sammelte ich sämtliche Informationen, die typischerweise auf einem Eierkarton zu finden sind, und übertrug sie in deutscher und französischer Sprache, in Anlehnung an den Standort des Hofes in der zweisprachigen Stadt Freiburg.
Erste gestalterische Versuche setzten sich mit unterschiedlichen Anordnungen von Illustrationen rund um das Thema Huhn auseinander. Dabei entstand eine Vielzahl visueller Ansätze, die Form und Inhalt in verschiedenen Kombinationen zusammenführten.
Dann experimentierte ich mit Farbe und grafischen Elementen, etwa karierten Flächen, um einen spielerischen Aspekt hinzuzufügen. Diese Designs legte ich nebeneinander, verglich und analysierte sie.
Die Variante mit den Karos gefiel mir besonders gut – also übernahm ich das Design auch für die Milchflasche und die Wolle.
Bei der Milch kam mir die Idee, die Etikette müsse nicht weiss sein, da die Milch selbst bereits weiss ist. Ich bastelte transparente Etiketten aus Klebeband, um diesen Effekt auszuprobieren.
Für die Stofftasche testete ich ebenfalls ein karobasiertes Design, allerdings nur provisorisch ausgedruckt, da das genaue Format noch offen war.
Richtungswechsel: Zurück zum Wesentlichen
Als ich meine Etiketten nebeneinander betrachtete, fiel mir auf:
Die Illustrationen standen nicht im Vordergrund, obwohl das mein eigentliches Ziel war. Die Schrift war zu dominant, die Bilder zu klein.
Also überarbeitete ich alles:
Auf die Verwendung der karierten Muster wurde bewusst verzichtet, da sie zu viel Aufmerksamkeit auf sich zogen und vom Wesentlichen ablenkten.
Auch Produktnamen und Mengenangaben wurden reduziert, da die Produkte bereits visuell eindeutig identifizierbar sind, etwa der Eierkarton, der keine zusätzliche Beschriftung benötigt.
Zudem wurde das neue Logo von NOUS in das Gestaltungskonzept integriert.
Ich begann erneut beim Eierkarton:
Die Illustrationen wurden grossflächig platziert und das Logo erhielt einen farbigen Hintergrund, um gut lesbar zu sein.
Gleiches Prinzip bei der Stofftasche:
Diese neuen Versionen funktionierten deutlich besser, wirkten aber noch zu zurückhaltend.
Also habe ich :
- Die Farbe im Logo entfernt
- Die Anzahl der Illustrationen erhöht
Bei den Eieretiketten: neue Anordnung der Elemente
Weitere Verpackungen: Milch und Wolle
Auch Milch und Wolle wurden neu gestaltet:
Bei der Wolle entschied ich mich für eine andere Etikettenform, zudem testete ich unterschiedliche Grössen und Anordnungen der Illustrationen, da der Platz begrenzt war.
Die finalen Etiketten befinden sich aktuell in Produktion, deshalb kann ich hier nur die digitalen Versionen zeigen.
Poster
Um die Identität auch in den öffentlichen Raum zu bringen, habe ich zusätzlich Poster gestaltet. Diese sollen Aufmerksamkeit erregen, als Werbung funktionieren und gleichzeitig das visuelle Konzept weitertragen.
Ich begann, indem ich viele Illustrationen zu einem grossen Gesamtbild zusammensetzte. Danach experimentierte ich mit Hintergründen und Texten.
Am Ende entschied ich mich für ein reduziertes Poster ohne Text – nur mit dem grünen Gesamtbild der Illustrationen. Unten links befindet sich ein kleiner Verweis auf die Website, damit Interessierte wissen, woher das Plakat kommt.
Mir war wichtig, mit dem visuellen Ausdruck der Illustrationen zu arbeiten.
Da auch der Laden von aussen im gleichen Stil gestaltet ist, braucht es aus meiner Sicht keine zusätzlichen Informationen auf dem Plakat.